Aktuelle Ausstellung

GEWACHSENE KONSTRUKTIONEN: ELISABETH BEREZNICKI | UTE LITZKOW | CAROLA FALLER-BARRIS | KATRIN GÜNTHER

Ausstellungsführung: So, 17.03., 15 Uhr

Finissage, Künstlergespräche mit C. Faller-Barris und K. Günther: So, 05.05., 15 Uhr
09.02. – 05 .05 .2019

Unter dem Titel „gewachsene Konstruktionen“ werden gleich vier künstlerische Positionen zu sehen sein: aus Berlin die Künstlerinnen Katrin Günther und Ute Litzkow, aus Freiburg die Künstlerinnen Elisabeth Bereznicki und Carola Faller-Barris.

Elisabeth Bereznicki: Lichtobjekt “Lucius“ (© Elisabeth Bereznicki)

Elisabeth Bereznicki, geboren 1953 in Warschau und Absolventin der dortigen Kunstakademie, setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit der Welt der Dinge auseinander. Basierend auf traditionellen Genres wie dem Stillleben überprüft und hinterfragt die Künstlerin bildimmanente Gesetzmäßigkeiten wie Proportion, Maßstäblichkeit und Perspektive. Neben Ölmalereien zeigt sie in der Ausstellung im Stadtmuseum Hüfingen aus unterschiedlichen Epochen und Stilen des Designs entlehnten Lampen und Leuchten fusionierte Lichtobjekte.

Seit 2000 ist Elisabeth Bereznicki Dozentin im Fach Malerei an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und seit 2010 Mitglied im Künstlerbund-Baden Württemberg. Stipendien, Arbeitsaufenthalte und Ausstellungen führten sie unter anderem nach Paris und Lagos (Nigeria).

 

Carola Faller-Barris: Bag Lady (© Carola Faller-Barris)

Carola Faller-Barris wurde 1964 in Freiburg geboren und studierte bildende Kunst und katholische Theologie an der Johannes-Guttenberg-Universität in Mainz.

In ihrem Schaffen steht das Thema „Verwandlung/Metamorphose“ im Zentrum, das die Künstlerin anhand von Gehäusen in Zeichnungen und plastischen Objekten erforscht. „Innere Befindlichkeiten und Prozesse, die sich im Spannungsfeld von Abkapselung und Öffnung, Bleiben und Aufbrechen, Schutz und Eingeschlossensein bewegen, werden durch die Form und ihre materielle Beschaffenheit nach außen vermittelt.“ so beschreibt Carola Faller-Barris, deren Werke bereits in zahlreichen Ausstellungen vertreten waren, ihr Arbeitskonzept.

2013 erhielt sie den 1. Preis der Ausstellung „Auferstehung“ im Kloster Hegne in Allensbach, 2015 wurde sie mit dem 3. Preis des Projekts „Kunst auf Abwegen“ in Nagold ausgezeichnet.

Katrin Günther: „Die Erben des Hutmachers“ (© Katrin Günther/Foto: Eric Tschernow)

Eine paradoxe Welt zwischen Utopie und Dystopie erschafft Kathrin Günther in ihren Arbeiten. 1970 in Elsterwerda in der Niederlausitz geboren, studierte sie Architektur in Cottbus und Mailand. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin und Konstanz. Seit 2013 ist die Künstlerin Professorin für Darstellen und Gestalten an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz. 2018 erhielt sie den Förderpreis VBKW Baden-Württemberg sowie einen Forschungsauftrag zum Thema „Das Wissen der Künste“ am DFG-Graduiertenkolleg der Universität der Künste Berlin. Die Affinität zur Architektur in Präzision, Detailreichtum und Räumlichkeit sind für Katrin Günthers Zeichnungen essentiell. Prinzipien wie Enge und Weite, Statik und Dynamik werden miteinander konfrontiert und wachsen gemeinsam mit Form- und Helldunkelkompositionen zu neuen Konstruktionen zusammen.

 

Ute Litzkow „ohne Titel (nach Hokusai)“ (© Ute Litzkow)

Formale und inhaltliche Kriterien der Werke des japanischen Künstlers Katsushika Hokusai (1760 – 1849) untersucht die 1973 in Rostock geborene Ute Litzkow, die seit 2004 in Berlin lebt. Seit dem Abschluss ihres Architekturstudiums an der Technischen Universität Darmstadt arbeitet Ute Litzkow als freie Künstlerin. Neben zahlreichen eigenen Ausstellungen im In- und Ausland, unter anderem in den USA, China, Griechenland, der Schweiz und den Niederlanden, kuratierte sie auch Gruppenausstellungen mit internationalen Zeichnern.

Ihre farbkräftigen Arbeiten – Hybride aus Zeichnung und Malerei in Aquarell, Pastell, Gouache, Blei- und Farbstift auf Papier – sind außergewöhnliche Weltentwürfe, die zwar von Hokusais poetischen und prophetischen Landschaftsmotiven inspiriert sind, jedoch stets ihren eigenen Anliegen und ihrer eigenen Logik folgen.