Aktuelle Ausstellung

Die Ausstellung ist am Sonntag dem 06., 13., 20. und 27. September 2020 sowie am Samstag, dem 12. September 2020 von 14:00 – 17:00 Uhr und nach Vereinbarung für Gruppen ab 5 Personen geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Zusätzlich zu unseren regulären Öffnungszeiten haben wir den Termin am Samstag, 12. September gewählt, da an diesem Wochenende (11. -13. 09.2020) traditionell die Internationalen Hüfinger Keramikwochen begonnen hätten, die jedoch, wie Ihnen sicher bekannt ist, abgesagt werden mussten.
Unser Ansinnen ist es, den Frühherbst in Hüfingen nicht ganz ohne Keramik zu verbringen – jedoch möchten wir betonen, dass die Ausstellung „GESCHENKTE ZEIT – keramische Standpunkte und Grenzgänge“ in keiner Weise mit dem Hüfinger Töpfermarkt und den Keramikwochen konkurrieren soll und will, sondern ein eigenständiges, unabhängiges Projekt darstellt.

Anmeldung erforderlich

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„Geschenkte Zeit“ – das Stadtmuseum Hüfingen setzt Zeichen für die Bildende Kunst in der Corona-Pandemie

Vor der Entscheidung, das Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen für mehrere Monate zu schließen oder spontan eine Ausstellung zu initiieren, die in dieser, auch für die Kultur sehr schwierigen Zeit Zeichen setzt, stand das Museumsteam nach der offiziellen Absage der Internationalen Keramikwochen. Die Entscheidung fiel zugunsten der ambitionierten Ausstellung, die keinesfalls als Lückenfüller fungiert, sondern ein eigenständiges Konzept präsentiert, das einen Beitrag zur Neubelebung der regionalen Kulturlandschaft leisten möchte. Unter dem Titel „geschenkte Zeit“, der auf den veränderten und bewussteren Blick auf die kostbare und flüchtige Zeit Bezug nimmt, zeigt das Stadtmuseum für Kunst und Geschichte vom 28.08. bis zum 27.09.2020 in den Räumen des Museums und der Rathausgalerie Arbeiten von sieben zeitgenössischen Positionen, die Ausgangsmaterialien keramischen Ursprungs verbunden sind, aber auch spannende Grenzgänge zwischen den bildnerischen Gattungen zeigen.
So wird selbstverständlich das Gefäß als keramischer Standpunkt beleuchtet, aber ebenso werden Plastiken und skulpturale Arbeiten, experimentelle Ansätze, Kombinationen aus keramischen und nicht-keramischen Materialien, Collagen, Grafik und Malerei zu sehen sein.

Prof. Volker Ellwanger aus Lenzkirch stellt seinen weithin bekannten und richtungsweisenden Gefäßkeramiken aktuelle Bilder zur Seite, in denen er sich dem Thema des Stilllebens auf äußerst malerische Weise mit dynamischem, gestischen Farbauftrag widmet.
Der konzentrierten Formfindung und Raumbefragung von Veronika Ellwanger aus Lenzkirch werden die Ausstellungsbesucher nicht nur in ihren charakteristischen keramischen Werken nachspüren können, sondern auch in ihren sensiblen, minimalistischen Collagen.
Markus Klausmann aus Waldkirch bezeichnet sich selbst als „dem Gefäß immer treu, jedoch der Skulptur sehr zugeneigt“. Unter dieser Prämisse entstanden seine ausdrucksvollen, archaischen Gefäßfiguren, die er unter anderem mit asymmetrischen Gefäßen kombinieren wird.
Nona Otarashvili-Becher aus Freiburg wird zusätzlich zu ihren farbstarken Würfel- und Dosenobjekten eine sehr persönliche Arbeit aus grafisch gestalteten Bruchstücken, die im fortlaufenden Prozess Fragmente ihrer eigenen Geschichte widerspiegeln, zeigen.
Dorothee Pfeiffer aus Trossingen ist schon lange Grenzgängerin zwischen den einzelnen Kunstgattungen. Sie wird neben installativen Arbeiten auch Malerisches, Grafisches und das Material Erde als farbgebendes Pigment in die Ausstellung bringen.
Grafische Oberflächenbearbeitungen und präzise gesetzte Schriftelemente sind ein charakteristischer Schwerpunkt der Arbeiten von Annette Schwarte aus Freiburg, die unter anderem mit gebauten, verdichteten und raumdurchlässigen Kompositionen vertreten sein wird.
Ein präsentes Gegenüber bietet Silvia Siemes aus Tengen den Besuchern mit ihren figurativen Plastiken aus engobiertem Terrakotta, die in ihrer in sich gekehrten, fast melancholisch anmutenden Ruhe und behutsamen Stilisierung die Zeit regelrecht anzuhalten scheinen.

Da die Auflagen des Infektionsschutzes selbstverständlich beibehalten werden, findet die Eröffnung der Ausstellung am 28.08.2020, um 19 Uhr unter freiem Himmel zwischen dem Museum und der Stadthalle, Ecke Nikolausgässle/Süßer Winkel statt.