Aktuelle Ausstellung

Sr. M. Pietra Löbl OSF: zwischen Gestalten und Zulassen – Lebensspuren
Heinrich Graf: Zeit-Raum

17.05.2019 – 18.08.2019

Eröffnung am Fr, 17.05. um 19 Uhr
Einführung: Ariane Faller-Budasz, Kuratorin
Musik: 3Baar, Panflöte, Gitarre, Cajon und Schlagwerke

Sr. M. Pietra Löbl OSF: „Kein Maß kennt die Liebe“, 2016 (© Sr. M. P. Löbl)

Mit elementaren Fragen nach dem menschlichen Sein und Tun sowie dem Stellenwert der Bildenden Kunst im alltäglichen Leben beschäftigt sich die kommende Ausstellung des Stadtmuseums für Kunst und Geschichte Hüfingen, die am Freitag, dem 17.05.2019, um 19 Uhr eröffnet werden wird.

Sr. M. Pietra Löbl OSF, Bildende Künstlerin und Franziskanerin aus dem Kloster Sießen, und Heinrich Graf, Bildender Künstler aus Eisenbach im Hochschwarzwald, werden ihre Arbeiten in den Räumen des Museums zeigen und einander gegenüberstellen.

Sr. M. Pietra Löbls Werke erzählen, stets vom Material ausgehend, vom Leben, von Prozessen der Veränderung, des Wachsens und des Schwindens, von kontemplativer Beobachtung und Stille.

Die Zeit, essentielles Element ihres Schaffens, versinnbildlicht Sr. M. Pietra Löbl in ihren Arbeiten mittels subtiler, konzentrierter Interventionen wie Installationen aus langsam auf Papier fallenden Wassertropfen, Objekten aus Blütenblättern, die ihre Form und Ausdehnung durch Trocknung und Verwelken verändern, durch gezielt gewählte, ins Material gewebte Worte oder Hauchspuren, die sich, einmal initiiert, verselbstständigen und über Jahre weiterentwickeln. Mit diesen „Lebensspuren“ erforscht Sr. M. Pietra Löbl in ihrem Ausstellungsbeitrag die Grenze zwischen der gestaltenden Einflussnahme des Bildenden Künstlers und dem Zulassen des zufällig Entstehenden, das sich aus sich selbst heraus entwickelt.

Heinrich Graf: aus „Zeit-Raum“, 2016 – 18 (© H. Graf)

Heinrich Graf thematisiert in seinem Projekt „Zeit-Raum“ den Prozess der künstlerischen Bildfindung. Die Überprüfung und Dokumentation von stets aktuellen malerischen und zeichnerischen Themen wie Linie und Fläche nimmt einen wichtigen Teil seiner Arbeit ein. Sowohl architektonische und figurative Einflüsse als auch gegenstandslose kompositorische Untersuchungen reflektieren zeitliche Abläufe und Dimensionen sowie die daraus resultierende Veränderung von Wahrnehmung und Darstellung. Zwei Jahren arbeitete er an einem Konzept, diese Vorgänge durch das tägliche Erstellen von drei Bildmodulen sichtbar zu machen. Die bisher entstandenen Module werden nun im Hüfinger Stadtmuseum als Potenziale möglicher Entscheidungen zu sehen sein. Unter anderem werden sie in einem begehbaren 2 x 2 x 2 m großen Kubus – einem “Bildraum” im doppelten Sinn – sowie als sequentielle Projektion gezeigt werden.

Die einführenden Worte spricht Kuratorin Ariane Faller-Budasz. Das Trio 3Baar umrahmt die Veranstaltung mit Panflöte, Gitarre, Cajon und Schlagwerken.

Am darauffolgenden Sonntag ist das Stadtmuseum Hüfingen im Rahmen des Internationalen Museumstages von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Von 14 bis 15:30 Uhr wird in Kooperation mit der Städtischen Kunstschule Donaueschingen ein Kunst-Workshop für Kinder und Jugendliche angeboten Von 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr findet eine Ausstellungsführung statt.